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Balken Flugtag 3 / Sa., 31.5.

Flugtag 3 / 31.5.2014 / Doch noch fliegen - und erst noch schnell!

Spiegelt sich am Morgen in OK-Chef Urs Isler's Augen noch ungläubiges Staunen beim Blick auf die optimistisch erscheinenden Wetterkarten, wechselt dieses bis zum Abend in zufriedene Bestätigung. Die heutige GliderCup-Aufgabe war am Ende kurz genug ausgeschrieben, dafür ist sie für alle TeilnehmerInnen fliegbar, keine Aussenlandungen, keine Zwischenfälle - und ein tolles Flugerlebnis bei der Vollendung der Flug-Aufgabe 'Rieden-Bachtel-Bettwil-Rieden'.

Am morgendlichen Briefing wird die Flugzeug-Verteilung von GliderCup-TeilnehmerInnen dominiert. Entweder ist die Wettervorhersage und die morgendliche Optik mit einer dichten Hochnebeldecke für alle anderen Schänner SegelfliegerInnen zu pessimistisch - oder es machen heute einfach alle Flugwilligen am GliderCup mit. Jedenfalls stehen erneut mehr als 20 TeilnehmerInnen am Morgen teilweise fröstelnd vor der Starttafel und sehen zu, dass sie einen Sitzplatz bekommen. Besonders erfreulich ist, dass viele Piloten sich solo an die heutige Aufgabe wagen. Und mit den Nachwuchs-Streckenfüchsen Tizian Steiger und Mike Hürlimann gelingt es, trotz mehrerer heute abwesender Fluglehrer zusätzliche Doppelsitzer-Plätze anbieten zu können.

Lockerer Start
Nach einem gemütlichen Morgen mit allgemeinem Füttern der Logger und dem Abwarten fliegbarer Bedingungen starten die meisten ab ca. 13.30 Uhr. Und sie erwischen bei einer noch tiefen Basis und viel Feuchtigkeit gleich ein zuverlässiges Thermikfenster auf der Strecke durch das Zürcher Oberland, über den Zürichsee, das Reusstal zum nördlichen Ende des Lindenberges. Ein Auge gehört dabei fest auf die Moving-Map, um bloss keine Luftraum-Verletzung zu riskieren. Heute wird das Unterfangen im Gegensatz zur letzten Ausgabe durch die nicht freigegebenen Segelflugräume Bachtel und Albis sowie den Betrieb in Emmen etwas erschwert. Teilweise ist auf der dortigen Frequenz viel Betrieb für Freigaben durch die Zone 5. Manche zirkeln elegant um die Nordostecke dieses Luftraumes,  um knapp vor der CTR Zürich nach Westen abzudrehen. Die Arbeitshöhen werden erst im Reusstal etwas komfortabler, die Aufwind teilweise sehr gut.

Rassiger ungarischer Express
Am schnellsten flitzt heute unser aus Ungarn stammendes Neu-Mitglied Daniel Kiss mit 116 km/h im Arcus M um den Kurs. Es ist ein Vergnügen, vom hinteren Sitz aus seinen Steuerkünsten zuzusehen. Immerhin flog er letztes Jahr damit an den ungarischen Staatsmeisterschaften auf den vierten Platz - jetzt kann ich mir auch detailliert vorstellen, warum das so war. Ausserdem kann ich mir eine mir bisher so nicht bekannte Thermik-Zentrier-Methode einmal aus der Nähe anschauen. Beim Einfliegen in den Aufwind langsam aufziehen, dabei mit sanften Schlangenlinien eine grössere Zone abtasten und beim besten Wert mit massiven Steuer-Bewegungen den Flieger auf dem Flügelspitz gefühlt auf der Fläche einer Wolldecke eindrehen. Also, wenn das nächstes Mal jemand etwas erstaunt beobachtet, ist der Pilot nicht betrunken, er taumelt nur effizient und agil ins beste Steigen...

Beim zweiten Versuch verbastelt
Wir versuchen dann in einem zweiten Durchgang, noch etwas schneller und mit noch weniger Aufwinden um den Kurs zu fliegen, das missrät allerdings, weil wir uns anfangs mit grosszügigem Durchfliegen von 2-Meter-Aufwinden zu tief hinab verbasteln und an der Forch tief um die grosszügigen Villen flitzen müssen. Aber auch, weil die Bedingungen doch schwächer als beim ersten Versuch sind. Wir brauchen darum beim zweiten Durchgang eine Viertelstunde mehr Zeit als beim ersten. Segelflugzeuge aus dem tiefen Keller ausgraben braucht einfach etwas Zeit.

TopTherm hat's gewusst
Beim abendlichen Briefing bestätigt dann Urs Isler, wie genau seine morgendliche Top-Therm-Prognose die spätere Situation getroffen hat. Und beim gemütlichen Nachtessen sieht man mehrheitlich zufriedene Gesichter. Alle sind um die Aufgabe und die Lufträume elegant herumgekommen. Mike Hürlimann hat beim langen Endanflug etwas hoch gepokert und den Zielzylinder zu tief nicht mehr erreicht, aber sonst haben alle TeilnehmerInnen die Aufgabe vollendet (Martin Haller und sein Copi allerdings ohne deklarierte Flugaufgabe, was dem Punktekonto nicht zuträglich ist). Unser (Zweck-) Optimismus ist aber auf jeden Fall belohnt worden!

(Ernst Willi)

PS: Rangierungen für und nach dem dritten GliderCup-Flugtag:

 

 

Daniel Kiss hat seinen Flug mit einer GoPro-Kamera aufgenommen und hier auf Youtube online gestellt:

 

 

Bildergalerie und Wetterkarten

 
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